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Mein erster Eintrag

Hallo alle zusammen !

Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals ein Weblog schreiben würde, aber aus konkretem Anlass hab ich mich doch dazu entschlossen:

Ich habe einen Text geschrieben, den ich auch hier noch vorstellen werde, den ich eigentlich in einer Pferdefachzeitschrift veröffentlicht hätte. jedoch ist das leider nicht möglich. Ich möchte aber trotzdem, dass meine Gedanken publik werden und mache dies nun im Rahmen eines Weblogs, indem ich in regelmäßigen Abständen immer mal wieder was aus meinem Umfeld berichte. Meistens etwas, dass sich auf Tiere und speziell Pferde bezieht.

Ich würde mich über die resonanz von jedem einzelnen zu dem von mir geschriebenen freuen und bin auch für Kritik offen.

Ich bin auch bereit Texte von euch zum Thema Tiere hier zu veröffentlichen.

Viel Spaß beim Lesen.

Liebe Grüße

Anti

11.10.06 11:07


Mein Text 2

 

 

Und sagt oder gar tut nun jemand etwas dagegen? Nein, weil, wie oben schon mal gesagt, „Es bringt ja nichts!“.

 

Die Äußerung: „Es ist nicht mein Pferd, also was soll ich da schon machen!“ ist meiner Meinung nach unzulässig!

 

Würde es um einen Menschen gehen, der hart schuften muss, gequält wird und zu wenig zu essen bekommt, wäre die Hölle los. Aber sobald es um ein Tier geht, fällt bei den meisten Menschen der Vorhang der Gleichgültigkeit.

 

 

 

Also, in was für einer Welt leben wir, in der Leben nicht gleich Leben ist?

 

Es ist jetzt 27 Jahre her, dass eines der wohl bedeutensten Pferde in der Weltgeschichte starb: Halla. Unter ihrem Reiter Hans Günther Winkler siegte sie in Einzel- und Mannschaftswertung bei den olympischen Spielen in Schweden 1959. Um dieses Ereignis ranken sich nur so Mythologien. Fakt ist, dass es bemerkenswert war, wie sicher diese Stute einen olympischen Parcours – in seinen Anforderungen kaum zu übertreffen – so sensationell meisterte ohne die meiste Unterstützung von ihrem Reiter zu erhalten.

 

Als sie im Alter von 34 Jahren starb wanderte ihr Körper in eine Tierkörperbeseitigungsanlage. Eine Legende erlosch. Wäre für ein solches Pferd nicht ein Grab angemessen gewesen?

 

Nein, warum auch?! Unsere Gesellschaft erachtet Tiere und leider auch allzu oft einige Menschen als minderwertig und ihnen kommt nicht das Gleiche zuteil, wie anderen.

 

Für mich schiere Unbegreiflichkeit.

 

 

 

Man mag das, was ich bis hierher geschrieben habe und das was noch folgen wird, mit hochgezogenen Augenbrauen als die unwichtigen und gar verrückten Ausführungen einer pazifistischen Vegetarierin bezeichnen und abtun ohne diesen Zeilen weitere Beachtung zu schenken.

 

Das würde ich als engstirnig bezeichnen, denn nichts von dem, was ich schreibe ist erfunden, sondern entspricht voll und ganz der Wahrheit, die ich ja zudem auch mit Beispielen aus meinem direkten Umfeld unterstrichen habe.

 

Die Menschen verschließen im Allgemeinen ihren Blick gern vor der Realität oder sehen nur das, was sie auch sehen wollen. Und dann? Dann sind sie schockiert über jemanden, der über den Tellerrand schaut und knallhart sagt, was Sache ist.

 

Solche Leute werden sofort von der engstirnigen breiten Masse unserer Gesellschaft verpönt und ihnen wird fortan keine größere Beachtung mehr geschenkt.

 

Ist es denn nicht so, dass niemand sich Gedanken über all die Tiere macht, die von den Menschen tyrannisiert werden – auf welche Art auch immer. Hauptsache ist doch: Mir geht’s gut und mein Hund ist überzüchtet und fett und wird jeden Tag gebadet und bekocht!

 

Der Zynismus in dem vorangegangenen wird wohl all zu deutlich. Vielleicht ist er auch etwas übertrieben. Aber Fakt ist doch, dass der Mensch sich auf vielen Gebieten an den Tieren – oder auch schlicht gesagt an der gesamten Natur – vergreift und sie schädigt. Auf welche Art und Weise und in welchem Ausmaß variiert von Fall zu Fall.

 

Der Mensch sieht und bezeichnet sich als das „Alphatier“, das den anderen übergeordnet ist an Faktoren wie Intelligenz oder Stärke.

 

Natürlich übersteigen gewisse Eigenschaften der Menschen die der Tiere und nicht zuletzt dadurch trägt der Mensch die Sorgen für die Tiere.

 

Auch muss meinerseits eingestanden werden, dass die Behandlung der Tiere, speziell der Pferde, wie ich sie bisher geschildert habe, nicht Standard ist. Selbstverständlich nehmen die Mehrzahl der Tierhalter die ethischen Grundsätze sehr genau – teilweise schon zu genau – und sorgen sich artgerecht um ihr Tier.

 

Aber das der Mensch dieses Gefüge als selbstverständlich ansieht und seine Stellung als übergeordnete und sich selbst als übergeordnet ansieht kann und will ich nicht akzeptieren.

 

Denn woher nimmt sich der Mensch das Recht über Leben oder Tod eines Tieres zu entscheiden? Woher? Ist es nicht dasselbe, wie wenn er über Leben und Tod eines Menschen entscheiden würde oder, um ein Absurdum weiterzuspinnen, ein Tier, dass über Leben und Tod eines Menschen entscheiden würde?

 

Meine Meinung zu diesem Punkt ist denke ich hinlänglich bekannt, weshalb ich an dieser Stelle meine Ausführungen nicht weiterführen möchte.

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich einen anderen Gedanken meinerseits einbringen, der sich mit dem zu vermenschlichten Umgang mit Tieren beschäftigt.

 

Auch hier nehme ich ein Beispiel aus dem Bereich Pferd:

 

Experten werden mir wohl dahingehend zustimmen, dass das Pferd eine natürliche Fettschicht auf der Haut hat, die es vor Umwelteinflüssen, wie zum Beispiel Kälte, schützen. Diese natürliche Isolierschicht wird durch das tägliche Putzen angegriffen, weshalb Pferde die in Offenstallhaltung gehalten werden nicht allzu oft gründlich geputzt werden dürfen.

 

Nehmen wir jetzt einmal an, dass jemand sein Pferd jeden Tag dementsprechend gründlich putzt, den Vierbeiner sogar mit menschlichen Produkten, wie Shampoos usw., traktiert.

 

Ist dieses Pferd noch in der Lage sich selbst vor den täglich auf es einwirkenden Einflüsse, größtenteils auch menschlicher (!) Art, zu schützen? Ich denke nein, auch wenn man hier wohl auch das Wissen eines Tierarztes in Betracht ziehen müsste.

 

 

 

Es war meine Absicht durch diesen Text Sie alle dazu zu bewegen sich über Ihr Verhältnis zu den Tieren bewusst zu werden.

 

Öffnen Sie Ihre Augen für das, was um Sie herum geschieht. Schauen Sie auf die Menschen und die Tiere in ihrer Umgebung und achten Sie auf das Verhältnis, was sie verbindet.

 

Es ist mir klar, dass das was ich geschrieben habe den ein oder anderen empören, den nächsten kalt lassen und wieder einen anderen möglicherweise dazu zustimmen lassen wird.

 

Egal auf welche Weise meine Worte aufgenommen werden, so hoffe ich doch inständig, dass sie zum Nachdenken anregen, dass sie nicht in eine Schublade gesteckt werden, sondern im Kopf eines jeden abgespeichert werden um eine gewisse Betrachtung zu erhalten.

 

Mein Ziel ist es, ganz im Sinne Henry Bestons, den ich zu Anfang zitierte, klar zu machen, dass es nicht nur die Welt der Menschen sondern auch die der Tiere gibt und wir diese gleichermaßen zu achten haben.

 

Denn: Der Mensch hat nicht das Recht über Tiere zu urteilen!

 

11.10.06 12:11


Mein Text 1

Hier nun, wie schon angekündigt, mein selbstverfasster Text... Viel Spaß beim Lesen....

 

 

Der Mensch hat nicht das Recht, über Tiere zu urteilen. Sie stammen aus einer anderen Welt, die älter und vollständiger war als unsere jetzt, ihre Erscheinung ist besser und vollständiger, sie haben Eigenschaften, die wir verloren oder nie erreicht haben..........Sie sind keine Untertanen: sie gehören einer anderen Nation an – und sind nur durch Zufall mit uns zugleich ins Netz der Zeit gefallen, die wir Glanz und Plage zugleich für die Erde sind“     Henry Beston
 
 Dieses Zitat Bestons hat mich nachdenklich gestimmt und mich vielleicht auch letztendlich dazu bewegt, diesen Text zu schreiben.
Einen Text, der sich mit Pferden beschäftigt, die uns, auch wenn die Industrialisierung ihnen weitgehend ihre ursprünglichen Arbeitsplätze genommen hat, was sicherlich nicht als negativ zu bewerten ist, auch heute noch begleiten.
Sie sind keine Rarität in unserer Gesellschaft, sondern ein fester Bestandteil selbiger und sie sollten auch als ein solcher angesehen und geachtet werden.
Doch wie soll so etwas aussehen? Soll jeder Mensch, der mit Pferden zu tun hat für sich entscheiden, was für ein Verhalten gegenüber einem Pferd angebracht ist, oder nicht?
Es wird sich wohl jeder im Klaren darüber sein, dass so etwas nicht funktionieren könnte.
Aber tun wir nicht grade das? Es soll sich mal jeder, der Umgang mit Pferden hat überlegen, wie er auf Kritik reagiert: Empörung! Schlichte Empörung darüber, dass jemand es wagt, seine Qualifikation auf diesem Gebiet anzuzweifeln.
So schrieb es schon die Buersche Zeitung in einem Artikel zu den in der Pferdezeitschrift „St. Georg“ dargebrachten Vorwürfen in Beziehung auf die falsche Reitweise von Pferden bezüglich der so genannten „Rollkur“.
Tatsache ist, dass sich so gut wie niemand etwas sagen lässt, sondern für sich das absolute Wissen um die Pferde und den Reitsport beansprucht.
Das so etwas zu einer gewissen Problematik führt, ist wohl nicht abzustreiten:
Man überlege sich an einem Reitstall mit über 50 Einstallern, wo jeder meint immer das Richtige in Bezug auf sein Pferd zu tun, eine angemessene Kritik zu äußern.
Wenn man denn schon mal erhört werden würde, so würde man sich zugleich Feinde machen, denn das Motto lautet:
Was ich tue, ist richtig und gut für mein Pferd!
Wie sollte man es sich denn sonst erklären, wenn ein Mädchen um die vierzehn auf einem bis zur hohen Dressur korrekt (!) ausgebildetem Pferd seine Runden dreht und in dem festen Glauben, trotz fehlenden Könnens, ist, die zweite Ulla Salzgeber zu sein?!
Man könnte diesen Aspekt noch weiterführen und ihn auf Erwachsene ausdehnen, die ein Pferd auf Schlaufzügeln zusammenziehen und im selben Zustand springen. Der Schlaufzügel, ursprünglich als ein Hilfsmittel eingebracht, fördert die oben angeführte „Rollkur“, einen für das Pferd schmerzlichen Prozess, bei dem die Halswirbel unnatürlich überdehnt und die Nase des Pferdes auf dessen Brust gezogen wird.
Mit einem zu diesem Zustand gebrachtem Pferd zu springen ist schlicht gesagt Wahnsinn, denn das Pferd ist nicht in der Lage sich über dem Sprung zu strecken und sich mit dem Hals auszubalancieren.
Eine Reaktion darauf, bestehend aus konstruktiver Kritik, ruhig und freundlich dargebracht, wird sanktioniert und zwar mit der Wut des Reiters und zumeist seiner „Freunde“, die sich natürlich bedingungslos hinter eine solche Person stellen – schließlich reiten sie ebenso und denken sich nichts weiter dabei.
Denn: Das Pferd sagt ja nichts!
Natürlich sagt das Pferd nicht ausdrücklich, dass ihm solche Prozeduren unendlich weh tun. Aber es wird sich zu Beginn (und in einigen Fällen auch darüber hinaus) gegen einen wie oben beschriebenen Fall wehren. Die Reaktion von Seiten des Reiters folgt in Form von Sporengestocher und Schlägen mit der Gerte, rucken am Zügel und primitivem Gebrüll.
Warum sagt nun kaum einer was? Weil es nichts bringt. Warum aber greift der Reitlehrer oder eine Person bei der reiterliches Wissen anerkannt ist nicht ein?
Geld. Das gute alte Geld, was die Menschen geradezu magisch verzaubert und ihnen Dinge entlockt oder eben nicht, wie es vom Geldgeber beabsichtigt ist.
So wird ein Reitlehrer, der sich im Bewusstsein seines Gehaltes ist, wohl weniger mit angebrachter Kritik zu solch reiterlichem Verhalten äußern und weiterhin, wie oben in einem speziellem Fall beschrieben, die Worte in den Mund nehmen, die gefallen und einem Menschen ohne Wissen um Pferde und ohne reiterliches Talent, eine aussichtsreiche Zukunft im Sattel projizieren.
Finden Sie das nicht auch fraglich? Ich schon!
Der Fairness halber muss man an dieser Stelle sagen, dass zumeist die Reitlehrer, die im Schulunterricht ihr Wissen, oder auch Nichtwissen, zu vermitteln versuchen, dem oben genannten Schema wohl weniger Verfallen. Dies aus sehr logischen Gründen.
Wobei ich am nächsten Punkt angelangt wäre: Schulunterricht!
Prinzipiell halte ich den Unterricht für Einsteiger oder auch Fortgeschrittene auf Schulpferden für sinnvoll. Zumal man bedenken muss, dass die dort reitenden Anfänger nicht sofort ihr eigens Pferd haben, das ihrem Unwissen zum Opfer fallen würde.
Allerdings scheint vielen Reitstallbesitzern nicht klar zu sein, dass auch Schulpferde Pferde sind. Gemäß dem vierten Punkt der von der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) erarbeiteten ethischen Grundsätze heißt es nämlich: Der Mensch hat jedes Pferd gleich zu achten, unabhängig von dessen Rasse, Alter und Geschlecht sowie Einsatz in Zucht, Freizeit oder Sport.
Schaut man nun in einzelne Schulställe, Ausnahmen sind sicherlich gegeben, fällt auf, dass dieser bezeichneten Gleichheit aller Pferde nicht Folge geleistet wird:
Schulpferde stehen zumeist in zu kleinen Boxen, erhalten nicht das für ihre geleistete Arbeit ausreichende Futter, sind oft nicht ausreichend tierärztlich versorgt, laufen zu oft in Schulstunden, haben ein unzureichendes oder nicht ordnungsgemäßes Equipment und werden, wenn sie ihre Pflicht (darf man das eigentlich so nennen?) getan haben einfach entsorgt.

Dies trifft selbstverständlich nicht auf alle Schulpferde und nicht nur auf Schulpferde zu. Auch das Privatpferd wird nur allzu oft als ein Gegenstand, als eine Sache und nicht als ein Lebewesen angesehen.

11.10.06 12:16





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